FAQ


Hier erhalten Sie Antworten auf häufige Fragen zum Thema Kopfläuse, die Diagnose, die Behandlung und dem vorbeugenden Schutz.

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Können Läuse springen?
Können Läuse hüpfen?
Übertragen Läuse Krankheiten?
Wie kann ich Nissen von Schuppen unterscheiden?
Woher kommen Läuse?
Können Läuse durch Kämme oder Bürsten übertragen werden?
Können Kopfläuse über Mützen übertragen werden?
Muss ich jetzt die ganze Wohnung sauber machen, putzen und desinfizieren?
Muss ich mit Kopfläusen sofort zum Arzt?

Können Läuse springen?

Obwohl sie ähnlich klein sind, dürfen Läuse nicht mit Flöhen verwechselt werden. Läuse können weder springen noch hüpfen oder fliegen. Daher besteht die Gefahr einer Ansteckung auch fast ausschließlich bei direktem Kontakt mit einem befallenen Kopf. Erwachsene Kopfläuse können im Haar schnell krabbeln (bis zur 30 cm pro Minute). Aus diesem Grund reicht schon ein kurzer Kontakt der Haare damit die Läuse den Wirt wechseln können.

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Können Läuse hüpfen?

siehe Können Läuse springen?

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Übertragen Läuse Krankheiten?

Um sich zu ernähren, saugt die Laus Blut aus der Kopfhaut. Durch den Biss gelangt Speichel der Laus mit in die Haut. Dabei werden in der Regel keine Krankheitserreger übertragen. Durch eine Immunreaktion des Körpers können die Läusebisse jedoch anfangen zu jucken. Durch starkes Kratzen kann sich dann die Kopfhaut entzünden. Einiege Lausmittel enthalten deshalb desinfizierende Hilfsstoffe. Bei stark aufgekratzter Kopfhaut sollten Sie unbedingt mit einem Arzt sprechen. Solch starke Reaktionen sind jedoch recht selten.

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Woher kommen Läuse?

Hier ist die Antwort ganz einfach. Läuse kommen immer von einem anderen Kopf. Deshalb auch der Name „Kopfläuse“. Läuse warten weder am Türrahmen, um sich auf Ihren Kopf fallen zu lassen, wenn Sie durch die Tür gehen, noch leben Sie im Fell ihrer Katze oder ihres Hundes, um beim Schmusen auf Ihren Kopf zu wechseln. Eine Ansteckung mit Läusen erfolgt nur durch direkten Kontakt mit einem Haarschopf, auf dem schon Läuse wohnen. Dabei sind Läuse kein Problem unserer heutigen Zeit. Schon im alten Ägypten gab es Kopfläuse, wie beim Ausgraben von Mumien festgestellt wurde.

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Wie kann ich Nissen von Schuppen unterscheiden?

Eier sind leicht von Schuppen, Resten von Haargel oder Haarspray zu unterscheiden. Sie kleben immer in einem spitzen Winkel, oft perlenschnurartig an einem Haar, ganz dicht über der Kopfhaut. Nissen haben alle dieselbe ovale Form und sind ca. 0,8 mm lang. Die Eier kleben sehr fest am Haar und lassen sich nur schwer mit den Fingernägeln oder einem Nissenkamm abziehen. Lässt sich das gefundene Objekt also leicht entfernen, handelt es sich also wahrscheinlich nicht um eine Nisse.
Auch farblich unterscheiden sich vitale Läuseeier deutlich von leeren Eiern oder Schuppen. Ihre Farbe ist gräulich-braun.

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Können Läuse durch Kämme oder Bürsten übertragen werden?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich an einer Kopflaus über einen Gegenstand wie z.B. Haarbürste oder Kamm anstecken ist sehr gering. Wenn eine Laus auf einem Kamm oder einer Haarbürste verbleibt, dann wird sie diese auf der Suche nach Nahrung schnellstmöglich wieder verlassen. Ohne Nahrung überleben die meisten Läuse nicht länger als einen Tag. Wird eine Laus in den Zinken des Kammes eingeklemmt, stirbt sie ebenfalls aufgrund von Nahrungsmangel.
Wenn möglich sollten jedes Familienmitglied den eigenen Kamm bzw. die eigene Haarbürste bekommen. Benutzte Kämme und Bürsten sollten sie reinigen oder für eine Woche zur Seite Legen, z.B. in einer Plastiktüte.

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Können Kopfläuse über Mützen übertragen werden?

Das Risiko einer Übertragung von Kopfläusen durch das Tragen einer befallenen Mütze ist äußerst gering. Läuse fühlen sich am wohlsten in der Nähe der Kopfhaut. Um den Wirt zu wechseln laufen die Blutsauger an das Äußere der Haare und warten dort auf einen neuen, „frischen“ Haarschopf. Wird ihnen zu kalt oder bekommen sie Hunger, wandern sie wieder richtung Kopfhaut. Läuse haben gar kein Interesse daran, von einem Kopf, der sie mit Wärme und Nahrung versorgt auf eine Mütze oder andere Gegenstände zu wechseln (siehe auch Ansteckung mit Kopfläusen). Und weil sie sich mit ihren Beinen sehr fest an Haaren festklammern können, besteht auch nicht die Gefahr, dass sie ausversehen in einer Mütze abgestreift werden.

Untersuchungen in Australien haben gezeigt, dass gemeinsam benutzte Kopfbedeckungen für die Übertragung von Kopfläusen nicht relevant sind: die Kopfbedeckungen von 1000 untersuchten Kindern enthielten keine einzige Laus, während von den Köpfen dieser Kinder 5000 Läuse isoliert wurden

Quelle: Kopflausbefall (Pediculosis capitis): ein Ratgeber für Kinderärzte und Laien

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Muss ich jetzt die ganze Wohnung saubermachen, putzen und desinfizieren?

Nein, müssen Sie nicht! Viel wichtiger ist, dass Sie sich mit Zeit und Liebe dem Kopf ihres Kindes widmen.
Dass Läuse tatsächlich ausschließlich auf den Köpfen und nicht auf dem Boden bzw. Möbeln zu finden sind, hat eine australische Studie gezeigt.
Es wurden 2.230 Schulkinder auf Läuse untersucht, 466 von Ihnen waren von Läusen befallen. Insgesamt wurden auf den Köpfen 14.033 Läuse gefunden, auf den Böden der Klassenräume jedoch keine Einzige.
Wenn Sie also die Behandlung gegen Kopfläuse an allen gefährdeten Köpfen durchgeführt haben (siehe Behandlung von Kopfläusen), dann spricht nichts dagegen, für ein gutes Gefühl ein wenig sauber zu machen. Auch wir haben uns besser gefühlt, nachdem der Boden gewischt bzw. gesaugt war. Desinfiziert haben wir allerdings nie.

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Muss ich bei Verdacht auf Kopfläuse sofort zum Arzt?

Generell ist es nicht notwendig, bei Verdacht auf Kopfläuse in Hektik zu verfallen und umgehend einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

Werden Kopfläuse vermutet, reagieren besorgte Eltern häufig panisch und vereinbaren umgehend einen Termin beim Arzt. Das ist jedoch nur dann erforderlich, wenn Sie einen Kopflausbefall nicht selbst eindeutig feststellen können.

Wie Sie Kopfläuse zuverlässig erkennen, können Sie auf der Seite Kopfläuse erkennen ausführlich nachlesen.

Konnten Sie bei der Untersuchung weder Läuse noch Nissen entdecken, ist es natürlich überhaupt kein Problem, sich an den Arzt Ihres Vertrauens zu wenden.

Es gibt aber auch Gründe, die unbedingt für einen Besuch beim Arzt sprechen:

  1. Wenn Sie sich trotz beschriebener Untersuchung unsicher sind, ob ein Kopflausbefall vorliegt.
  2. Wenn Sie den Kopflausbefall schon selbst behandelt haben, die Behandlung aber erfolglos war.
  3. Wenn ein Kopflausbefall während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit festgestellt wurde. Sie dürfen dann einige Kopflauspräparate nicht anwenden.

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Ihre Fragen zum Thema Läuse bekämpfen

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